Hanna.Fiedrich.Productions
Mail : hanna.fiedrich.productions@web.de
Tel : 0173 974 1315


Ghostwriting

Belletristik:

Ich schreibe für Sie, bin Ihr guter „Geist“ bei der Verwirklichung Ihres Projektes!
Sie möchten Ihr Leben erzählen?
Einen Roman veröffentlichen?
Eine Rede halten?
Ich erfülle Ihren Traum!
Per Mail, Telefon oder per Post erhalte ich Ihre Notizen oder Manuskripte, die ich in ein fertiges Buch verwandele.
Ihr Werk wird von mir mit dem „Herzblut“ einer Schauspielerin und dem Können einer Autorin verfasst.

Sachbücher und Fachartikel:

Sie möchten ein Sachbuch oder einen Fachartikel verfassen?
Material haben Sie bereits gesammelt und womöglich auch schon ein Konzept?
Wir, die Autoren von „Hanna.Fiedrich.Productions“ helfen Ihnen!
Wir unterstützen Sie auch bei der Erstellung betriebswirtschaftlicher oder fachlich-technischer Arbeiten/Bücher und führen entsprechende Lektorate/Korrektorate aus, wie z.B. bei wissenschaftlichen Publikationen, Fachbeiträgen, Redemanuskripten und ähnlichen Arbeiten. Zur Umsetzung dieser Leistungen verfügen wir über eine entsprechend qualifizierte personelle Kapazität, die diese anspruchsvollen Aufgaben seit vielen Jahren erfolgreich ausführt.


Lektorat/Korrektorat

Die Autoren von „Hanna.Fiedrich.Productions“ übernehmen für Sie die Prüfung und Korrektur von Orthografie, Grammatik, Interpunktion, Silbentrennung.
Falls Sie es wünschen, übernehmen wir die stilistische und konzeptionelle Bearbeitung Ihres Textes.

Layout:

Bei der Gestaltung Ihres Buches arbeiten wir bei Bedarf mit einem professionellen Layouter zusammen: Reinhard Fiedrich: www.comlay.de

Preise:

Jeder Text, jedes Projekt ist einzigartig und erfordert jeweils einen unterschiedlichen Bearbeitungsaufwand. Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Kontakt:

Mail: hanna.fiedrich.productions@web.de Tel: 0173 974 1315


Referenzen

Natürlich bleibt ein “Ghost” normalerweise im Hintergrund.
Hier werden ausdrücklich nur Buchprojekte aufgeführt, deren Autoren damit einverstanden sind.

Marion Hasenauer/Hanna Fiedrich
Kriminelles Menü: “Frei aber tot”



"Oh Gott, ein Mord ist geschehen", brüllt der Azubi des Anwaltes der Familie, "... und nur einer von uns kann es gewesen sein!", fügt er neunmalklug während des kriminellen Menüs noch hinzu! Doch wer war es und warum? "Niemand verlässt die Stadt!", schreit der Consigliere durch den Raum, "bis wir den Mörder hinter Gitter gebracht haben! Dieses ewige Morden muss ein Ende haben!"...

Silke Schnauber
Sein neues Leben



Im Alter von zehn Jahren wurde Chris in einen tragischen Verkehrsunfall verwickelt. Dieses Buch erzählt davon, wie er als gesundes Kind einschlief - so beschreibt er es - und als behinderter Mensch aufwachte. Die Liebe seiner Familie und sein eigener Kampfgeist brachten ihn zurück ins Leben.

Kitty Portside
Infinity - auf ewig dein



Adam und Eve heißen die beiden Hauptfiguren der Geschichte - Nomen est Omen. Doch bevor sie - wie es ihre Namen schon andeuten - auf ewig einander gehören können, müssen sie so manches Hindernis überwinden. Da wäre zuerst die Kleinigkeit, dass Adam ein Vampir und Eve ein Mensch ist. Wenn Eve schon alt und grau ist, wird Adam immer noch in voller Jugendblüte stehen. Außerdem sehen Adams Eltern und sein Bruder Menschen nur  als wandelnde Blutkonserven an. Wird es Adam gelingen, Eve vor seinen blutgierigen Verwandten zu retten - und wird er es schaffen, ein Mensch zu werden?

Hasan Hüseyin Kapli
Schattenengel ... und das Leben nach dem Tod



Sarah, ein kleines Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, lebt im Slum einer Großstadt. Zusammen mit ihrem Freund Alain muss sie sich hier in einer Welt voller Betrug und Gefahren durchschlagen. Eines Tages stirbt sie sogar eines gewaltvollen Todes. Doch damit ist das Buch nicht zu Ende. Im Gegenteil, jetzt beginnt die Handlung erst richtig. Sarah erwacht in einer anderen Realität, dem Jenseits, das der Autor sehr fantasievoll und originell gestaltet. Hier gibt es Himmel und Hölle, Engel, Teufel, Magie und Rätsel. Sarah gewinnt schnell Freunde und wird in den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt…

Torsten Boorberg
Das 3 x 3 des Erfolges



“Wie können wir die Fähigkeit erlangen, möglichst viele richtige Entscheidungen zu treffen und diese auch zu verwirklichen?
Mit einfachen Tipps, leicht einzusetzenden Hilfsmitteln und vor allem der Konzentration auf nur 3 x 3 Handlungsbereiche werden Sie den Erfolg Ihres Unternehmens signifikant steigern.”
Das Buch ist Seekarte und Kompass zugleich, um sicher auf dem stürmischen Meer des unternehmerischen Risikos zu navigieren.

Manuela Riske
Endlich schöne Fingernägel



“Ich werde Ihnen ein Geheimnis anvertrauen: Sie haben die Macht, das Aussehen Ihrer Hände und Fingernägel nach Ihren Vorstellungen zu beeinflussen, ja sogar drastisch und dauerhaft zu ändern, und darüber hinaus noch viele andere Dinge in Ihrem Leben zum Positiven zu lenken.”

Christian Wielgus
Privatanleger - gemeinsam stark



Es ist für Privatanleger in Deutschland möglich, langfristig eine Rendite von 8-10 % zu erwirtschaften. Nach Steuern und Inflation erbringen die Geldanlagen jedoch meist eine negative Rendite. Der Anleger verfügt nicht über das nötige Wissen, um sich in dem heutigen Finanzdschungel zurechtzufinden und ist deshalb auf Bankberater und Journalisten angewiesen, die oft vor allem ihre eigenen Interessen im Kopf haben.
Der Autor zeigt, wie der HAC (Hanseatische Anlegerclub) Abhilfe schafft, indem er die Kräfte vieler Privatanleger bündelt. Darüber hinaus vermittelt er dem Leser auf unterhaltsame Art grundlegendes Wissen über die Möglichkeiten und typischen Fehler der Geldanlage.


Hanna Fiedrich (Kurzbiografie)

Hanna Fiedrich wurde im Ruhrgebiet geboren, hat einen Abschluss als Verwaltungswirtin, studierte einige Semester Sozialpädagogik und absolvierte anschließend die Schauspielschule in München.
Die Schauspielerin und Autorin schreibt in deutscher und französischer Sprache Kurzgeschichten, Essays, Reportagen, Romane und Theatermonologe, die sie selber spielt.
Sie veröffentlichte romantische Geschichten und schrieb Beiträge für das Internetradio Kult-Radio-Kik (www.kultur-im-kiez.de).
Ihr großes schriftstellerisches Vorbild ist Marguerite Duras.
Als Schauspielerin arbeitete sie u.a. am Minimal Theater in München und spielte am Nationaltheater in Toulouse und Bordeaux.
Hanna Fiedrich lebt zwischen Berlin und Südfrankreich. Sie unternahm ausgedehnte Reisen durch Australien, Neuseeland und die Südsee.


Essays (Auswahl)

Altern in unserer Gesellschaft

Copyright: Hanna Fiedrich

Die Altenheime sind voll von den einsamsten Menschen, niemand, wirklich niemand besucht diese lebenden Toten. Umsorgt von Pflegekräften, die unter Zeitdruck nur unwillig ihrer Arbeit nachkommen, dämmern sie vor sich hin, wissend, dass auch bei ihrem letzten Atemzug keine sie liebende oder ihnen zumindest in Zuneigung verbundene Person an ihrem Bett sitzen wird. Allein werden sie sterben, total allein.
Darüber sind wir schockiert, auf der anderen Seite wollen wir Erfolg haben, aktiv sein, lustig, ein abwechslungsreiches Leben führen. Wo soll denn in diesem Karriere- und Vergnügungszirkus so ein alter Mensch Platz haben? Ist es nicht unser aller Ziel, so unabhängig wie möglich zu sein, niemanden zu brauchen, glückselig alleine zu sein? Die Freiheit, sich zu trennen, wenn etwas nicht mehr stimmt, führt doch schon vor dem Alter zu langen Perioden von Einsamkeit. Oft ist das Leben „die Suche“ nach dem perfekten Partner. Es gibt kein WIR, das sich in Jahren entwickelt.
Es gibt tollen Sex und gute Affären. Die Leben laufen nebeneinander her, nicht miteinander.
Das ist sehr abwechslungsreich und auch unterhaltsam, aufregend, erregend, faszinierend.
Aber dann kommt schleichend das Alter und jetzt nützt einem die Affäre nichts, wenn die Krebsdiagnose kommt und die Haare ausfallen. Barbara Rudnik klagte in einem Interview darüber, dass sie mit ihrem Krebs keinen Mann fand. Aber wie denn auch? So ein Schicksal kann doch nur jemand tragen, mit dem uns schon vorher viel verbunden hat. Mit dem man Spaß und Pflichten teilte. Nicht nur Amüsement. Nicht nur Unverbindlichkeit. Vielleicht hat man Glück und die Affäre kommt mal wieder vorbei, wenn es uns besser geht…
Und noch etwas später gibt es für Frauen auch keine Affären mehr, weil Männer sich früher verabschieden aus dieser Welt. Dann sitzt man da im Greisenhaus und muss sich von schlecht gelaunten Pflegekräften den Löffel in den Mund schieben lassen. Als Single, und vor allem als kinderloser Mensch muss man sich darüber im Klaren sein, dass es entweder eine funktionierende Wahlfamilie gibt, wo freiwillig und unbezahlt Pflichten übernommen werden oder man sollte doch lieber in die Schweiz fahren, falls bis dahin der Giftcocktail in Deutschland noch nicht erlaubt ist. Aber er wird erlaubt werden, schon alleine aus Kostengründen. Wie soll denn diese Armee von einsamen, alten, unglücklichen Menschen versorgt werden? In späteren Jahrhunderten vielleicht einmal von Robotern, aber in naher Zukunft?
Die Kinder, die früher selbstverständlich diese Pflicht erfüllten, denn Pflicht war es immer und Pflichten haben noch nie Spaß gemacht, diese Kinder finden es doch heute immer selbstverständlicher, dass man die Eltern „ins Heim gibt“. Welche Formulierung! Totalverlust von Würde und Autonomie. Als Kinderlose kann man wenigstens nicht von der eigenen Brut „ins Heim gegeben“ werden. Die Angst vor dem Alter und vor dem Sterben in dieser Gesellschaft sitzt uns im Nacken, denn wir wissen, dass die Entscheidung, wenn der Kopf noch klar ist, den letzten Trip in die Schweiz anzutreten, nicht einfach ist. Und dann ist man plötzlich im Horrorszenario angekommen, man liegt fest, am Tropf, kann nicht mehr fahren, aber noch ewig vor sich hindämmern dank des flüssigen Fluchs, der unaufhörlich in die Speiseröhre rinnt. All diese Leben im Zwischenreich auf den letzten Endstationen unserer Sehnsüchte sind grauenerregend anzusehen.
Ich frage mich oft, welche Motive Menschen dazu treiben, AltenpflegerIn zu werden? Sind das wirklich die besten Gründe? Oder tobt sich da der Sadismus unserer Gesellschaft aus? Die Frauen und Männer, die „die Alten“ waschen, kämmen, ihnen die Medizin geben, die Stützstrümpfe an- und auszuziehen, den Hintern abwischen, die Beine einreiben, das Erbrochene entfernen, sind in den meisten Fällen unfreundlich, herablassend, scheinen ihre Arbeit zu hassen. Warum haben sie sich dafür entschieden? Weil das der einzige Bereich ist, wo der Arbeitsplatz sicher ist? Weil man dort nur hilflose „Kunden“ hat, die sich nicht wehren können? Das Argument, dass sie überfordert sind, kann doch nicht der einzige Grund sein, warum diese Pflegekräfte so durch und durch unsympathisch wirken, so fehl am Platz bei einer Tätigkeit, die doch eigentlich Herzenswärme erfordert. Ihre Arbeit ist ja nicht geistig anspruchsvoll. Waschen, eincremen, Puls kontrollieren, alles einfache Verrichtungen. Hier käme es mehr auf den Charakter an. Altmodisch ausgedrückt auf die „Herzensbildung“. Um Bildung scheint es aber nicht zu gehen. Warum sind diese Pflegekräfte so unangenehm, warum habe ich immer das Gefühl, sie toben ihren eigenen Lebensfrust an ihren „Kunden“aus?
Ist es der menschliche Spiegel, in den sie täglich bei ihrer Arbeit schauen, der sie aus Entsetzen vor der Wahrheit unseres Endes so hässlich werden lässt? Wir müssten von Assistenz- und nicht von Pflegekräften reden, das wäre weniger entwürdigend. Unsere Erwartungen an die „Pflegekräfte“ klaffen so ungeheuerlich auseinander mit der Realität, die diese ganze Lüge von der Unabhängigkeit unbeschönigt zeigt.
Ein Leben zu führen wie die Eisbären, die fast ihr ganzes Dasein über Einzelgänger sind, einsam durch Eiswüsten streifen, erfährt im Alter seine unerbittliche Grenze. Wilhelm Buschs Ausspruch „Wer einsam ist, der hat es gut. Ist keiner da, der ihm was tut“, greift nicht mehr.
Wir kommen dem Menschen nicht mehr aus, er zeigt seine unschöne, gereizte Fratze.
Unser Körper macht uns brutal die Grenzen unserer Freiheit und Eigenständigkeit bewusst.
Wir können, falls wir niemanden im Alter haben, der uns aus Zuneigung hilft, bisher mit nicht mehr als diesem unwirschen „mit dem Waschlappen abreiben“ rechnen. Diese Pflege-Menschen haben ja berufsmäßig nur mit der Last zu tun, die wir jetzt sind, weil wir uns in einem System der Einzelkämpfer nicht mehr behaupten können. Berufsmäßig liebevoll zu sein ist anscheinend unmöglich. Und vielleicht ist genau das die krankhafte Erwartung, die eine individualistische Gesellschaft nie einlösen kann. Es fängt schon früh damit an, wie Kinder betreut werden. Man muss sich nur mal in der U-Bahn oder im Bus die Gesichter der 50-60jährigen Erzieherinnen anschauen, die mit einem Trupp Kinder unterwegs sind, ein nackter Horror. Dieser genervte Ton, dieser gereizte Blick, diese Müdigkeit in den Augen! Das brauchen Kinder sicher nicht. Es sind so unglaublich viele kleine Wesen durch diese Erzieherinnen-Leben gegangen, wie soll da irgendwas von Herz übrig bleiben? Aber darum geht es doch! Dieses schier Unmögliche zu schaffen, ohne persönliche Bindung liebevoll zu sein, zumindest freundlich, geduldig. Was für eine irrsinnige Herausforderung! Dafür müsste es Diplome geben, Doktortitel. In unserer Gesellschaft bekommen diese Berufe allerdings keine Anerkennung, AltenpflegerIn kann man im Schnellverfahren lernen. Erzieherin verlangt kein Studium. Hier handelt es sich ja nur um die „Pflege der Alten“ oder „Betreuung der Kinder“, das eine wie das andere scheinbar unwichtig. Unsere tiefe Verachtung von Abhängigkeit, von Bedürftigkeit kommt hier zum Ausdruck. Gesund, aktiv, unabhängig, im Herzen egoistisch und auf Erfolg getrimmt, das ist das Idealbild des modernen Menschen.
Wir überlassen unsere Kinder gestressten Erzieherinnen, unsere alten Eltern erschöpften, unfreundlichen Pflegerinnen, denn wir, in der Lebensblühte und -mitte, wir wollen vor allem unser Leben genießen und so werden auch wir in die Falle tappen, irgendwann in der Ausweglosigkeit sitzen, wenn, ja wenn wir nicht unsere Kraft darein setzen, dass es anders wird. Sehr viel anders. Denn sonst ist es wohl immer noch der beste Weg, in die Schweiz zu fahren, auch wenn es vielleicht manchmal zu früh ist. Denn wenn die Sonde erst einmal im Magen sitzt,dann kann man keine Fahrkarte mehr kaufen, dann ist man der gruseligen Gnadenlosigkeit dieser zutiefst kalten, erbarmungslosen Gesellschaft ausgeliefert, und zwar bis zum bitteren Ende.
In Liebe leben und in Liebe sterben – ist das nicht unser aller Wunsch?


Reportagen (Auswahl)

Kultradio - die Mythenmaschine, Juni 2007

Ein Abend im Cafe Swingdiele

Copyright: Hanna Fiedrich (Anita)

Es ist schon fast Mitternacht, ich bin nach einem sehr gelungenen Abend in der Swingdiele noch mit dem Fahrrad um den Lietzensee geradelt, jetzt sitze ich bei offenem Fenster an meinem Schreibtisch, fast alle Nachbarn sind noch wach, die Fenster sind hell erleuchtet, ab und zu höre ich ein paar Gesprächsfetzen.
Lothar Fischer erzählte in dem Art-Deco-Cafè von Anita Berber, dem skandalösen Star des Berliner Nachtlebens der wilden 20er Jahre und signierte sein neues Buch über diese begnadete Tänzerin „Göttin der Nacht“. Dazu hörten wir Musik, nach der Anita Berber tanzte. Es sind viele Leute anwesend, es gibt nur alkoholfreie Getränke, da die Besitzerin bisher keine Gaststättenkonzession bekommen hat. Fantasievoll servierte Cocktails und eine große Auswahl an Säften und Kaffeesorten sind im Angebot. An den Wänden hängen Bilder einer Ausstellung über Franz Teddy Kleindin, ein berühmter Klarinettist der 20er Jahre. Eine junge Frau verteilt die Programmvorschau der Edition Ebersbach, die Bücher aus derselben Zeit neu auflegt oder Bücher über diese Zeit herausgibt. Ein Hauch der Vergangenheit schwebt über diesem Abend. Die Stimme von Lothar Fischer, der von den Tänzen des Grauens berichtet, der Ekstase, den Kokainexzessen einer jungen Künstlerin, hochbegabt und der Selbstzerstörung verfallen, trägt uns in eine andere Zeit.
Ich bin fasziniert von der Geschichte des Bildes von Otto Dix, dass die schöne Frau in einem roten Kleid darstellt, die Frau, die vor langen Jahren hier in Charlottenburg lebte und starb mit nur 29 Jahren. Rosa von Praunheim drehte einen Film über sie, die wilde Anita Berber, die sich während eines Auftrittes Blut überschüttete in der verrückten Zeit des Expressionismus.
Sie tanzte in Dr. Marbuse und bezeichnete sich selber in einem Gedicht als blass wie Mondsilber. Das Bild von Otto Dix wurde von der Landesbank in Stuttgart für 12 Millionen Euro gekauft, das Buch von Lothar Fischer wird verfilmt. Ein Zuhörer zieht Parallelen zu Josephine Baker und Isadora Duncan, auch Künstlerinnen, die mit ihrem Tanz provozierten.
Ich unterhalte mich noch kurz mit dem Paar neben mir, Bekannte des Schriftstellers. Auf der Toilette kann man Parfüm ausprobieren und im Flur findet man schön gestaltete Postkarten über alle möglichen Veranstaltungen, die sich auf die wilden 20er beziehen.
Die Besitzerin der swingdiele ist sehr nett, ich fühle mich an diesem Ort wohl, hier werde ich auf jeden Fall zum nächsten Swing-Tanztee gehen und mir dann wieder einen dieser köstlichen Cocktails bestellen. Unter www.swingdiele.de finden Sie alle Infos über dieses schöne Café und vielleicht sehen wir uns ja dort beim Tanztee?
Für mich ist es Zeit, schlafen zu gehen, es war ein schöner Abend. Charlottenburg ist so voll von Überraschungen, ich bin sehr glücklich, hier zu leben.
Anita


Weitere Reportagen (Auswahl)

Frauenhotel Artemisia, Reportage, Kultradio-Die Mythenmaschine, August 2007

http://www.kultur-im-kiez.de/wordpress/?p=407


Wunderland im Nachtcafe

Reportage, Kultradio-Die Mythenmaschine, Juni 2007

http://www.kultur-im-kiez.de/wordpress/?p=163


Anita und der Künstlerstammtisch

Reportage, Kultradio-Die Mythenmaschine, Mai 2007

http://www.kultur-im-kiez.de/wordpress/?p=107


Second life in der Schaubühne

Reportage, Kultradio-Die Mythenmaschine, Juni 2007

http://www.kultur-im-kiez.de/wordpress/?p=174


Anita im Tauschrausch

Reportage, Kultradio-Die Mythenmaschine, Juni 2007

http://www.kultur-im-kiez.de/wordpress/?p=175